Chemnitz: Erklärung des ACK in der SPD

Mit großer Betroffenheit haben wir die Ausschreitungen in Chemnitz zur Kenntnis genommen.

Es ist entsetzlich, dass im Zentrum einer großen sächsischen Stadt Jagd auf Menschen gemacht wird. Wir stellen uns gegen alle, die mit ihrem Zorn und Hass das gesellschaftliche Miteinander bedrohen.

Verbrechen sind mit allen Mitteln des Rechtsstaates zu ahnden. Dabei haben auch Straftäter im Rechtsstaat Anrecht auf einen fairen Prozess. Wir sind bestürzt, dass rechtsextreme Kräfte die verständliche Trauer und Empörung über ein Verbrechen für ihre Hetze instrumentalisieren.

Der AKC Sachsen hatte für Sonntagnachmittag zu einem Kirchenkaffee mit Martin Dulig nach Chemnitz eingeladen. Diese Veranstaltung haben wir nun abgesagt, denn wir halten es für unangemessen, im Kirchgarten Kaffee zu trinken, wenn gleichzeitig auf einer öffentlichen Kundgebung für das Miteinander und gegen Gewalt demonstriert wird. Stattdessen laden wir alle ein, sich an der Kundgebung „Wir in Chemnitz“ zu beteiligen, zu der die Evangelisch-Lutherische Kirche Chemnitz einlädt. Treffpunkt ist der Neumarkt in Chemnitz am Sonntag, 2. September 2018 um 16.00 Uhr.

Wir rufen alle zum friedlichen Miteinander auf. Friedliche demokratische Bürgerinnen und Bürger sind die Mehrheit in unserem Land. Lasst uns dafür ein deutliches Zeichen setzen!

 

Die Ev.-Luth. Kirche Chemnitz plant fürSonntag, 2. September 2018, 16.00 Uhr, eine Kundgebung in der Chemnitzer Innenstadt (Neumarkt/Markt) unter dem Motto: „Wir in Chemnitz – aufeinander hören, miteinander handeln“.

Aktueller Hinweis: Am 30. August 2018 findet 18:00 Uhr ein Friedensgebet in der Chemnitzer St. Petrikirche am Theaterplatz statt.