{"id":7681,"date":"2025-04-11T15:56:31","date_gmt":"2025-04-11T13:56:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=7681"},"modified":"2025-04-11T15:57:28","modified_gmt":"2025-04-11T13:57:28","slug":"7681","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=7681","title":{"rendered":"Bonhoeffer heute &#8211; Predigt zum 80. Todestag"},"content":{"rendered":"<p>Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer und einige andere H\u00e4ftlinge sind im April 1945 auf dem Transport zum KZ Fl\u00f6ssenb\u00fcrg unterwegs.<\/p>\n<p>Ein Mith\u00e4ftling, der rheinische Katholik Hermann P\u00fcnder, n\u00f6tigt Bonhoeffer dazu, auf der Reise in einem verlassenen bayrischen Schulhaus einen Gottesdienst zu feiern. Als Protestant z\u00f6gert Bonhoeffer zun\u00e4chst. Er will das das Gef\u00fchl des Katholiken und die Moral eines bekennenden Atheisten, der sich auch unter den M\u00e4nnern befindet, nicht verletzen.<\/p>\n<p><!--more--><strong>Predigt \u2013 Gastkirche Recklinghausen, Judika\/6. April 2025<\/strong><\/p>\n<p><strong>80. Todestag Dietrich Bonhoeffer<\/strong><\/p>\n<p>Erst als Pl\u00fcnder darauf besteht, gibt Bonhoeffer nach. Er liest das Bibelwort aus den Losungen und den Episteltext des Sonntags, dem ersten Sonntag nach Ostern aus 1 Petrus 1:<\/p>\n<p><em>3\u00a0Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner gro\u00dfen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,\u20024\u00a0zu einem unverg\u00e4nglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel f\u00fcr euch,\u20025\u00a0die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zur Seligkeit, die bereitet ist, dass sie offenbar werde zu der letzten Zeit.\u20026\u00a0Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen.,\u20027\u00a0auf dass euer Glaube bew\u00e4hrt und viel kostbarer befunden werde als verg\u00e4ngliches Gold, das durchs Feuer gel\u00e4utert wird, zu Lob, Preis und Ehre, wenn offenbart wird Jesus Christus.\u2002<\/em><\/p>\n<p><strong>2.<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem Bonhoeffer den beiden Mitgefangenen diesen \u00f6sterlichen Vers ausgelegt hat, wird er ins KZ Flossenb\u00fcrg gebracht. Er verabschiedete sich mit einem Gru\u00df an den englischen Bischof George Bell, mit einem Satz:<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>\u201eDies ist f\u00fcr mich das Ende, aber auch der Anfang.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Das klingt voller Vertrauen ins Wiedergeboren sein und voller Hoffnung, selbst im Angesicht des Endes.<\/p>\n<p><em>Das<\/em> passt auch zum Bild, das der Kinofilm \u201eBonhoeffer\u201c M\u00e4rz 2025 von ihm malt: \u00a0Er geht aufrecht und ruhig zur Hinrichtung. Er ist sich seiner Sache ganz bewusst und sicher.<\/p>\n<p>Bonhoeffer \u2013 ein Held, ein evangelischer Heiliger oder gar M\u00e4rtyrer, als der er heute \u00fcberm Westportal der Westminister Abay in London steht, direkt neben dem katholischen Befreiungstheologen Oscar Romero?!<\/p>\n<p>Aber: Das Bild vom Helden passt <em>nicht<\/em> zu seinen Texten aus der Haft, die existentiellen Zweifeln sp\u00fcren lassen \u2013 und die daher in die Passionszeit passen:<\/p>\n<p><em>Gott, zu dir rufe ich.<\/em><\/p>\n<p><em>Sammle meine Gedanken, hilf mir zu beten;<\/em><\/p>\n<p><em>ich kann es nicht allein.<\/em><\/p>\n<p><em>In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht;<\/em><\/p>\n<p><em>ich bin einsam, aber du verl\u00e4sst mich nicht;<\/em><\/p>\n<p><em>ich bin kleinm\u00fctig, aber bei dir ist die Hilfe;<\/em><\/p>\n<p><em>ich bin unruhig, aber bei dir ist Friede;<\/em><\/p>\n<p><em>in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist die Geduld;<\/em><\/p>\n<p><em>ich verstehe deine Wege nicht,<\/em><\/p>\n<p><em>aber du wei\u00dft den Weg f\u00fcr mich.<\/em><\/p>\n<p><em>Dir sei Ehre in Ewigkeit.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Oder das <\/em>Gedicht \u201eWer bin ich\u201c (in Ausz\u00fcgen):<\/p>\n<p><em>Wer bin ich? Sie sagen mir oft,<\/em><\/p>\n<p><em>ich tr\u00e4te aus meiner Zelle<\/em><\/p>\n<p><em>gelassen und heiter und fest<\/em><\/p>\n<p><em>wie ein Gutsherr aus seinem Schlo\u00df<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wer bin ich? Sie sagen mir oft,<\/em><\/p>\n<p><em>ich spr\u00e4che mit meinen Bewachern<\/em><\/p>\n<p><em>frei und freundlich und klar,<\/em><\/p>\n<p><em>als h\u00e4tte ich zu gebieten.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Wer bin ich? Sie sagen mir auch,<\/em><\/p>\n<p><em>ich tr\u00fcge die Tage des Ungl\u00fccks<\/em><\/p>\n<p><em>gleichm\u00fctig, l\u00e4chelnd und stolz,<\/em><\/p>\n<p><em>wie einer, der Siegen gewohnt ist<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?<\/em><\/p>\n<p><em>Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir wei\u00df?<\/em><\/p>\n<p><em>Unruhig, sehns\u00fcchtig, krank, wie ein Vogel im K\u00e4fig,<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oder in der Haft fallen ihm diese Worte ein (EG 652,2):<\/p>\n<p><em>Noch will das alte unsre Herzen qu\u00e4len, <\/em><\/p>\n<p><em>noch dr\u00fcckt uns b\u00f6ser Tage schwere Last \/ auch Herr, gib unseren aufgescheuchten Seelen \/ das Heil, f\u00fcr das du uns bereitet hast. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3.<\/strong><\/p>\n<p>Wer war also dieser Dietrich Bonhoeffer?<\/p>\n<p>Welche Erfahrungen mit Gott hat er gemacht?<\/p>\n<p>Und was kann dieser Glaube heute f\u00fcr uns bedeuten?<\/p>\n<p>Ich verstehe Bonhoeffer in Paradoxien:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3.1 <\/strong><\/p>\n<p><strong>Er war widerst\u00e4ndig, aber aus Glauben.<\/strong><\/p>\n<p>Er wuchs er in einer gro\u00dfb\u00fcrgerlichen Familie in Breslau und Berlin, studierte Theologie und promovierte \u00fcber die Frage, was die Kirche ist. Schon mit 24 Jahren habilitiert er sich.<\/p>\n<p>Er kritisierte als einer der ersten in der Evangelischen Kirche den totalit\u00e4ren Anspruch der Nazis. Entschieden wandte er sich gegen die Entfernung von Juden aus dem Beamtenapparat, und damit auch von getauften Juden aus der Kirche.<\/p>\n<p>Wenn ein Raser durch die Stra\u00dfen f\u00e4hrt, schrieb Bonhoeffer schon 1933, dann m\u00fcsse man nicht nur die Wunden der Verletzten verbinden, sondern dem Rad zwischen die Speichen greifen. Er beschrieb \u2013 neu f\u00fcr lutherisches Denken &#8211; ein Widerstandsrecht gegen\u00fcber dem Staat.<\/p>\n<p>Heute berufen sich auch politische Fundamentalisten auf Bonhoeffer: In den USA legitimieren sie damit den gewaltsamen Angriff auf den Kongress und den Widerstand gegen den angeblich zu liberalen Staat. In Deutschland wurde mit Bonhoeffer-Worte zu Corona-Protesten aufgerufen.<\/p>\n<p>Mal abgesehen davon dass, wir heute in einem demokratischen Rechtsstaat leben und nicht in einer Diktatur: Bonhoeffer gr\u00fcndet seine Widerst\u00e4ndigkeit <em>aus dem Glauben <\/em>und aus der Aufgabe der Kirche heraus, den \u201eMund f\u00fcr die Stummen\u201c Spr\u00fcche 31.8) aufzutun. Zitat: \u201eWer wei\u00df denn das heute noch in der Kirche, dass diese die mindeste Forderung der Bibel in solchen Zeiten ist?&#8220;<\/p>\n<p>Auch heute geh\u00f6rt es zur Aufgabe der Kirchen, f\u00fcr die zu sprechen, die selber nicht laut genug reden k\u00f6nnen, und f\u00fcr sie zu beten. Und dann mit ihnen zusammen zu versuchen, Notlagen in neue Lebensm\u00f6glichkeiten zu wandeln.<\/p>\n<p>So versuchen Sie es in der Gastkirche: Hier fallen Reden und Handeln ineinander, und Sie scheuen nicht eine gewisse Widerst\u00e4ndigkeit!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3.2<\/strong><\/p>\n<p>Zweite Paradoxie: <strong>Bonhoeffer war kirchlich, aber weit und frei<\/strong><\/p>\n<p>Bonhoeffer war weltweit und \u00f6kumenisch orientiert, als Vikar in Barcelona, Pfarrer in London, Dozent in New York.<\/p>\n<p>Er erkannte fr\u00fch die Kriegsgefahr, die von Hitler ausging. Auf einer \u00f6kumenischen Konferenz im d\u00e4nischen Fan\u00f6 forderte er, nun m\u00fcssten sich die Kirchen weltweit zusammenschlie\u00dfen f\u00fcr den Frieden.<\/p>\n<p><em>&#8222;Wie wird Friede? Wer ruft zum Frieden, dass die Welt es h\u00f6rt [\u2026]Der einzelne Christ kann das nicht \u2013 [\u2026] Die einzelne Kirche kann [es nicht]. [\u2026] Nur das eine gro\u00dfe \u00f6kumenische Konzil der Heiligen Kirche Christi aus aller Welt kann es so sagen, dass die Welt z\u00e4hneknirschend das Wort vom Frieden vernehmen muss [\u2026].\u201c<\/em><\/p>\n<p>Freilich entschied sich der gleiche Bonhoeffer sp\u00e4ter, sich am Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 zu beteiligen.<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde Bonhoeffer uns heute im Ukraine-Krieg raten, wo wir augenscheinlich nur in den sich ausschlie\u00dfenden Narrativen verhaftet sind: Aufr\u00fcstung oder Verhandeln?<\/p>\n<p>Bonhoeffer w\u00fcrde uns nicht aus der pers\u00f6nlichen Verantwortung lassen! \u2013\u00a0 So sehr er pazifistisch gepr\u00e4gt war, so sehr sah er die absolute Grenzsituation, seinem Volk zu in letzter Konsequenz auch mit Gewalt helfen zu m\u00fcssen. Ihm war aber klar, dass beides \u2013 Tun und Nichttun \u2013\u00a0 Schuld erzeugt.<\/p>\n<p>Dieses Eingest\u00e4ndnis, egal wie man sich entscheidet, Schuld auf sich zu laden, fehlt mir in der heutigen gesellschaftlichen Debatte um Krieg und Frieden!<\/p>\n<p>W\u00e4re Bonhoeffer beim Hitler-Attentat direkt dabei gewesen, w\u00e4re er \u00fcbrigens vorher aus der Kirche ausgetreten und h\u00e4tte <em>als B\u00fcrger<\/em> diese Schuld auf sich genommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>3.3<\/strong><\/p>\n<p>Dritte und f\u00fcr mich wichtigste Paradoxie: <strong>Bonhoeffer wollte nicht moralisch sein, sondern \u201echristusf\u00f6rmig\u201c<\/strong><\/p>\n<p>1936 entziehen die Nazis ihm seine Lehrerlaubnis. Er kehrt 1939 freiwillig aus New York nach Deutschland zur\u00fcck und geht in den milit\u00e4rischen Widerstand.<\/p>\n<p>1943 wird er verhaftet. Wesentliche Schriften wie seine \u201eEthik\u201c, Gedichte (\u201eWer bin ich?\u201c) oder das ber\u00fchmte Lied \u201eVon guten M\u00e4chten\u201c entstehen in der Haftzeit.<\/p>\n<p>Hier bin ich am Kern, ob Bonhoeffer eher Zweifler oder Glaubensvorbild war und f\u00fcr uns heute sein kann.<\/p>\n<p>In der Gef\u00e4ngniszelle muss ihn der Glaube an den mitleidenden Christus am Leben gehalten haben. Gerade diese radikale Diesseitigkeit.<\/p>\n<p>Die \u201eguten M\u00e4chte\u201c, von denen er sich geborgen f\u00fchlt, sind f\u00fcr ihn keine himmlischen Engel, sondern als durch und durch diesseitige Zeichen: Briefe der Eltern und der Verlobten, gute B\u00fccher, Zigaretten.<\/p>\n<p><em>Dadurch<\/em> gibt Gott ihm so viel Widerstandskraft, wie er braucht, t\u00e4glich neu (Glaubensbekenntnis).<\/p>\n<p>Am 21. Juli 1944, am Tag nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler, schreibt Bonhoeffer:<\/p>\n<p><em>&#8222;Ich erinnere mich eines Gespr\u00e4chs, das ich vor 13 Jahren mit einem franz\u00f6sischen jungen Pfarrer hatte. Wir hatten uns ganz einfach die Frage gestellt, was wir mit unserem Leben eigentlich wollten. Da sagte er: Ich m\u00f6chte ein Heiliger werden &#8211; und ich halte f\u00fcr m\u00f6glich, dass er es geworden ist &#8211; ; das beeindruckte mich damals sehr. <\/em><\/p>\n<p><em>Trotzdem widersprach ich ihm und sagte ungef\u00e4hr: Ich m\u00f6chte glauben lernen. <\/em><\/p>\n<p><em>Lange Zeit habe ich die Tiefe dieses Gegensatzes nicht verstanden. Ich dachte, ich k\u00f6nnte glauben lernen, indem ich selbst so etwas wie ein heiliges Leben zu f\u00fchren versuchte.<\/em><\/p>\n<p><em>Sp\u00e4ter erfuhr ich und erfahre es bis zur Stunde, dass man erst in der vollen Diesseitigkeit des Lebens glauben lernt. Wenn man v\u00f6llig darauf verzichtet hat, aus sich selbst etwas zu machen, [\u2026] und in der F\u00fclle der Aufgaben, Fragen, Erfolge und Misserfolge, Erfahrungen und Ratlosigkeiten leb[t] &#8211; dann wirft man sich Gott ganz in die Arme, dann nimmt man nicht mehr die eigenen Leiden, sondern die Leiden Gottes in der Welt ernst, dann wacht man mit Christus in Gethsemane, und ich denke, das ist Glaube, das ist Umkehr; und so wird man Mensch, ein Christ.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dann wacht man mit Christus in Getsemane.<\/p>\n<p>So wie f\u00fcr Bonhoeffer die Kirche immer eine Kirche f\u00fcr andere ist, so erlebt er Christus als Christus f\u00fcr andere. Und das hei\u00dft auch: auch f\u00fcr sich selbst.<\/p>\n<p>Dieser Christus war selbst widerst\u00e4ndig in seinem Leben. Er gab sein Leben, um damit in letzter Konsequenz das Unrecht dieser Welt sichtbar machte \u2013 an einem nicht diesseitiger zu denkenden Ort wie dem Kreuz. Und: Dieser Christus hat mit seiner Auferstehung die Leidenden ins Recht gesetzt hat:<\/p>\n<p><em>Traurig sind wir in mancherlei Anfechtungen, aber wiedergeboren nach Gottes gro\u00dfer Barmherzigkeit zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.<\/em><\/p>\n<p>Das ist der Kern, dass Bonhoeffer \u2013 sitzend im Kerker \u2013 vertrauen kann, dass Gott <em>aus allem, selbst dem B\u00f6sesten, Gutes entstanden lassen kann und will.<\/em><\/p>\n<p>\u00c4hnlich soll ein Mitgefangener \u00fcber Bonhoeffer gesagt haben: \u201eEr hatte eine so feste Hoffnung, dass Gott durch Christus alles wiederbringen wird, alles vollbringen wird, dass nichts verloren gehen wird.&#8220;<\/p>\n<p><strong>4.<\/strong><\/p>\n<p>Insofern bietet Bonhoeffer selbst die beste Verteidigung gegen den Missbrauch seines Lebens und seines Werkes. Er fragt nicht (moralisch): Wie weit wirst <em>du<\/em> gehen? Sondern sein Leben ist bestimmt von der Frage: Wer ist Christus f\u00fcr uns heute? (Als Auftakt seiner \u2013 ebenfalls in der Haft begonnenen \u2013 \u201e\u201cEthik\u201c weist er die Frage nach dem Guten in ihre Schranken. Er fragt kategorisch anders: nach dem Willen Gottes.)<\/p>\n<p>Christus ist im Leben \u2013 und besonders im Unrecht und im Leiden! \u2013 des N\u00e4chsten und der N\u00e4chsten zu finden.<\/p>\n<p>Uns w\u00e4chst daraus stets neue Verantwortung zu: Gott wartet auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten. Und: Er antwortet. Amen.<\/p>\n<p><strong>Als Glaubensbekenntnis im Anschluss: <\/strong><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><em>Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem B\u00f6sesten,<\/em><\/p>\n<p><em>Gutes entstehen lassen kann und will.<\/em><\/p>\n<p><em>Daf\u00fcr braucht er Menschen,<\/em><\/p>\n<p><em>die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage<\/em><\/p>\n<p><em>so viel Widerstandskraft geben will,<\/em><\/p>\n<p><em>wie wir brauchen.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber er gibt sie nicht im voraus,<\/em><\/p>\n<p><em>damit wir uns nicht auf uns selbst,<\/em><\/p>\n<p><em>sondern allein auf ihn verlassen.<\/em><\/p>\n<p><em>In solchem Glauben m\u00fcsste alle Angst<\/em><\/p>\n<p><em>vor der Zukunft \u00fcberwunden sein.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich glaube,<\/em><\/p>\n<p><em>dass Gott kein zeitloses Fatum ist,<\/em><\/p>\n<p><em>sondern dass er auf aufrichtige Gebete<\/em><\/p>\n<p><em>und verantwortliche Taten wartet und antwortet.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer und einige andere H\u00e4ftlinge sind im April 1945 auf dem Transport zum KZ Fl\u00f6ssenb\u00fcrg unterwegs. 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