{"id":589,"date":"2017-01-11T21:00:24","date_gmt":"2017-01-11T20:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=589"},"modified":"2017-01-11T21:00:24","modified_gmt":"2017-01-11T20:00:24","slug":"hinter-den-kulissen-der-macht-judika-2013-joh-1147-53","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=589","title":{"rendered":"Hinter den Kulissen der Macht (Judika 2013, Joh 11,47-53)"},"content":{"rendered":"<p>Der Befreiungstheologe Ignacio Ellacur\u00eda wurde einmal gefragt, was seine ersten Amtshandlungen als neuer Papst w\u00e4ren. \u201eAm ersten Tag\u201c, soll er geantwortet haben, \u201ew\u00fcrde ich die Kunstwerke der Vatikanischen Museen verkaufen und das Geld den Armen spenden. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Predigt Judika \u2013 Lutherkirche Altena<\/strong><\/p>\n<p><strong>#Joh 11,47-53<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am zweiten Tag entlie\u00dfe ich alle Kardin\u00e4le, um einen echten Neuanfang im Vatikan m\u00f6glich zu machen. Und am dritten Tag\u2026\u201c, da wurde er von einem l\u00e4chelnden Zuh\u00f6rer unterbrochen: \u201eDen dritten Tag, Ignacio, w\u00fcrdest Du gar nicht mehr erleben.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>II.<\/p>\n<p>Die Vorhaben \u2013 und die m\u00f6glichen Folgen \u2013 erinnern mich sehr an Jesus. Ja, <em>er hat<\/em> den Tempel gereinigt. Ja, <em>er hat<\/em> die Pharis\u00e4er und Hohenpriester, die religi\u00f6sen F\u00fchrer seiner Zeit, entmachtet: Er stellte sich nicht gegen die Weisungen des Mose, aber er interpretierte sie konsequent vom Menschen her und dachte radikal von den Schw\u00e4chsten und den Au\u00dfenseitern. So kam er nicht weit (Lesung aus Joh 11,47-53 Bibel in gerechter Sprache):<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><sup>46<\/sup><\/em><em>Aber einige von ihnen gingen zu den Pharis<\/em><em>\u00e4<\/em><em>erinnen und Pharis<\/em><em>\u00e4<\/em><em>ern und erz<\/em><em>\u00e4<\/em><em>hlten ihnen, was Jesus getan hatte. <\/em><em><sup>47<\/sup><\/em><em>Die Hohenpriester, Pharis<\/em><em>\u00e4<\/em><em>er und Pharis<\/em><em>\u00e4<\/em><em>erinnen beriefen nun eine Synhedriumssitzung [den Hohen Rat] ein und sagten: \u00bbWas sollen wir machen, da dieser Mensch viele Wunderzeichen tut? <\/em><em><sup>48<\/sup><\/em><em>Wenn wir ihn einfach so gew<\/em><em>\u00e4<\/em><em>hren lassen, werden alle an ihn <\/em><em><sub>pisteuo<\/sub><\/em><em>glauben und die r<\/em><em>\u00f6<\/em><em>mische Staatsmacht wird kommen und uns den Ort und das <\/em><em><sub>ethnos<\/sub><\/em><em>Volk [Land und Leute] wegnehmen.\u00ab <\/em><em><sup>49<\/sup><\/em><em>Einer aber von ihnen, Kaj[a]phas, der in jenem Jahr Hoherpriester war, sagte ihnen: \u00bbIhr wisst nichts, <\/em><em><sup>50<\/sup><\/em><em>und ihr versteht nicht, dass es f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r euch besser ist, <\/em><em>dass ein Mensch f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r das <\/em><em><sub>laos<\/sub><\/em><em>Volk stirbt und nicht das ganze <\/em><em><sub>ethnos<\/sub><\/em><em>Volk <\/em><em>zugrunde geht!\u00ab <\/em><em><sup>51<\/sup><\/em><em>Dies sagte er nicht von sich selbst aus, sondern weil er in jenem Jahr Hoherpriester war, prophezeite er, dass Jesus f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r das Volk sterben werde <\/em><em><sup>52<\/sup><\/em><em>\u2013\u00a0und nicht f<\/em><em>\u00fc<\/em><em>r das Volk allein, sondern um auch die verstreuten Kinder Gottes zu einer Einheit zu sammeln. <\/em><em><sup>53<\/sup><\/em><em>Seit jenem Tag nun stand ihr Beschluss fest, ihn zu t<\/em><em>\u00f6<\/em><em>ten<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>III.<\/p>\n<p>Der Evangelist Johannes l\u00e4sst uns hinter die Kulissen der Macht schauen. Er zieht den Vorhang weg, der die Beratungen damals sicher so perfekt verdeckt haben wie in einem Konklave.<\/p>\n<p>Als Jesus nach Jerusalem kommt, ist das Passahfest nahe. Erinnerungen an die Befreiung aus der Sklaverei in \u00c4gypten werden wach bei den Einwohnern, bei den tauenden von Pilgern. Fr\u00fcher er Pharao \u2013 zu jener Zeit nun die R\u00f6mern! Die Verantwortungstr\u00e4ger sind nerv\u00f6s, die Polizei in h\u00f6chste Alarmbereitschaft versetzt. Das Schwert der r\u00f6mischen Soldaten sitzt locker. Ein Jahr zuvor hatte der r\u00f6mische Statthalter Pilatus unter Pilgern aus Galil\u00e4a ein Blutbad im Tempel angerichtet.<\/p>\n<p>Die Galil\u00e4er waren besonders gef\u00fcrchtet wegen ihrer Befreiungsbewegungen, Zeloten waren sie. Sie hatten zum Passah schon h\u00e4ufiger einen Messias, einen g\u00f6ttlichen Gegenk\u00f6nig gegen den Kaiser proklamiert. Und jetzt trafen t\u00e4glich Nachrichten ein von einer neuen messianischen Bewegung aus Galil\u00e4a ein, die von einem Jesus von Nazareth angef\u00fchrt wurde und sich jetzt Jerusalem n\u00e4herte.<\/p>\n<p>Dieser Jesus stellte keinerlei weltliche Machtanspr\u00fcche, aber vielleicht ging ja gerade deshalb Gefahr von aus \u2013 weil seine Botschaft tiefer griff als eine politische Parole und gerade darin besondere politische Sprengkraft besa\u00df. Das Volk &#8211; so hie\u00df es &#8211; war begeistert von seiner Ausstrahlung, und diese Begeisterung w\u00fcrde jetzt in die Stadt hinein schwappen und k\u00f6nnte sich beim Begehen des Befreiungsfestes schnell gegen die R\u00f6mer wenden. H\u00f6chster Handlungsbedarf gegeben. Schnellstens musste das Synhedrium &#8211; die Spitze der j\u00fcdischen Selbstverwaltung &#8211; zu einer au\u00dferordentlichen Sitzung einberufen werden.<\/p>\n<p>&#8222;Was sollen wir angesichts dieser unkalkulierbaren Gefahr tun?&#8220; fragte man sich vermutlich. Den Dingen einfach ihren Lauf lassen?<\/p>\n<p>Kaiphas, der erfahrene Hohepriester, wohl ein kluger Kopf, entscheidet n\u00fcchtern: Hier muss <em>einer<\/em> sterben, bevor <em>viele <\/em>verderben. Es ist besser: ein Mensch stirbt f\u00fcr das Volk, als dass das ganze Volk zugrunde geht. Wie eine Protollnotiz klingt es: \u201eVon dem Tage an war es f\u00fcr sie beschlossen, dass sie ihn t\u00f6teten.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>IV.<\/p>\n<p>Szenenwechsel: Die Anekdote vom Befreiungstheologe Ignacio Ellacur\u00eda \u2013 was w\u00fcrdest Du machen, wenn Du Papst w\u00e4rest?! \u2013 stammt aus einer Zeit, in der das blo\u00dfe Bekenntnis zu einer \u201eOption f\u00fcr die Armen\u201c in Lateinamerika zum Todesurteil werden konnte. Milit\u00e4rregierungen im ganzen Kontinent erkannten die Gefahr, die von Theologen und Basisgemeinden ausgingen, die sich verst\u00e4rkt mit ihren sozialen Lebensbedingungen auseinandersetzten. Viele Reformen gehen auf eine Bischofskonferenz im Kolumbien 1968 zur\u00fcck, die gravierende Ungerechtigkeit auf dem Kontinent anprangerten. Damals wurde mit der \u201eTheologie der Befreiung\u201c zugleich eine politische Bewegung geboren, die Jesus als Bruder der Entrechteten verstand und auf Gott als Befreier von Milit\u00e4rdiktaturen setzte.<\/p>\n<p>Durch die lateinamerikanische Kirche ging damals, ein Riss: In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts gab es kaum eine Bischofskonferenz in S\u00fcdamerika, in der nicht zumindest einzelne Hirten der jeweiligen Milit\u00e4rregierung nahe standen.<\/p>\n<p>Religi\u00f6se F\u00fchrer verrieten, lieferten aus die eigenen Br\u00fcder aus, die sich radikal f\u00fcr die Unterdr\u00fcckten einsetzten und sich verd\u00e4chtigerweise auf ihre Seite schlugen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lieber einer statt alle?! Stirbt besser einer statt dass viele sterben?<\/p>\n<p>Jesus \u2013 ein Bauernopfer f\u00fcr die Interessen des Hohen Rates?! Im Schachspiel ist der Bauer eine Schachfigur unter anderen, eher unbedeutend, aber seit alters her Man\u00f6vrierma\u00dfe. Diese Figur muss sich nichts vormachen. \u00a0Sie muss als erstes daran glauben, wenn eine wertvollere Figur bewahrt werden soll \u2013 oder dem Spiel Luft zu verschaffen ist. \u00a0Ein Bauer wird dann einfach geopfert.<\/p>\n<p>Blieb dem Kaiphas wom\u00f6glich keine andere Wahl, nicht wegen Jesus, sondern weil die Menge sonst \u201eexplodiert\u201c w\u00e4re? Oder missbraucht er seine Machtposition, indem er Jesus einfach wie ein Bauernopfer opfert?<\/p>\n<p>Denken wir an den Konflikt, den in den 1970er-Jahren Bundeskanzler Helmut Schmidt aushalten musste bei der Entf\u00fchrung von Hans Martin Schleyer: Letztlich entschied er, nicht auf die Forderungen er Entf\u00fchrung einzugehen, weil sich der demokratische Staat nicht erpressbar machen darf. Er opferte so das Leben des Einzelnen, um die Rechtsordnung der Vielen aufrecht zu erhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>VI<\/p>\n<p>Hier liegt der Fall wohl anders. Bei Kaiphas f\u00fchrt nicht Verantwortungsgef\u00fchl und Weitsicht die Hand, sondern Kalk\u00fcl \u2013 und vor allem Angst. Was hatte Jesus denn gemacht? \u2013 Die Menschen hatten ihm einfach geglaubt. Glauben als Gegenteil von Angst: Sie hatten Hoffnung gefasst, sie hatten den Eindruck, dass das Leben ganz anders verlaufen kann als in den vorgegebenen Bahnen der R\u00f6mer, auch der Schriftgelehrten.<\/p>\n<p>Aus dieser Angst heraus, beschlie\u00dfen sie: Jesus muss f\u00fcr uns sterben!<\/p>\n<p>Achtung: Tats\u00e4chlich sagen wir heute oft: \u201eJesus ist f\u00fcr uns gestorben.\u201c Aber hier gibt es einen kategorialen Unterschied: Jesus stirbt nicht f\u00fcr uns, f\u00fcr mich, weil es Kaiphas so entschieden h\u00e4tte (\u201eLieber soll einer sterben, als viele oder als wir\u201c). Dann w\u00e4re Jesus tats\u00e4chlich ein Bauernopfer gewesen, und es h\u00e4tte sich nichts ge\u00e4ndert. Kaiphas\u2018 Variante deckt eher die die S\u00fcnde des Kreuzes auf: n\u00e4mlich dass Menschen Jesus beseitigen wollten, in der Hoffnung, dass Ruhe und Ordnung einzieht, sich nichts \u00e4ndert \u2013 und aus Angst, dass einem selber nichts passiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass da einer gestorben ist, damit nicht ein ganzes Volk verderbe \u2013 das hat einzig und allein mit Jesus selber zu tun und seiner freien und souver\u00e4nen Lebenshingabe. <em>Er<\/em> hat sein Leben f\u00fcr uns geopfert (und nicht Kaiphas hat Jesus geopfert, wie \u00fcberhaupt v\u00f6llig abwegig ist, dass ein Menschenopfer Heil bringen kann \u2013 wir haben die alte Abrahamgeschichte (Gen 17) geh\u00f6rt, die bei allem Schauer ganz deutlich macht: Gott will keine Menschenopfer und sie k\u00f6nnen kein Heil bringen! Gott will keine Bauernopfer!)<\/p>\n<p>Heil bringt allein die Hingabe Jesu: Sie bestand in der bedingungslosen Liebe zu den Schw\u00e4chsten, die am meisten Zuspruch brauchten. Sie bestand in der radikalen Parteinahme f\u00fcr die, die ausgebeutet wurden, die nicht angesehen waren \u2013 sei es durch die R\u00f6mer, sei es durch die eigenen Glaubens- und Volksgenossen.<\/p>\n<p>In dieser Parteinahme und Hingabe Jesu wendet sich das Leid und das Unheil: zu Hoffnung und Heil f\u00fcr andere. Das ist das Geheimnis des Kreuzes \u2013 und das tiefe Geheimnis aller, die dem Gekreuzigten nachfolgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>VII.<\/p>\n<p>Kaum eine Bischofskonferenz in S\u00fcdamerika, in der nicht zumindest einzelne Bisch\u00f6fe der jeweiligen Milit\u00e4rregierung nahe standen. Auch dem neuen Papst Franziskus wird ja vorgehalten, in Argentinien zu eng mit seiner Milit\u00e4rregierung verb\u00fcndet gewesen zu sein. \u00dcberhaupt hat Rom viele Jahre \u2013 angstvoll \u2013 die Theologie der Befreiung bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p>Die r\u00f6mische Kirche in S\u00fcdamerika war hier und da sehr nahe bei Kaiphas, der Religion und Politik geschmeidig verkn\u00fcpfte. \u2013 Wir sind es aber genauso!<\/p>\n<p>Aber dann gab es immer wieder welche, die ihren ganzen Mut und ihre ganze Hoffnung zusammen nahmen, um \u2013 wie einst die J\u00fcnger und wie immer mehr Menschen \u2013 sich ganz hinter Jesus zu stellen. Ihn nicht als Bauernopfer zu opfern, sondern seiner liebenden Hingabe Geltung zu verschaffen: San Salvadors Erzbischof Oscar Romero, der 1980 w\u00e4hrend einer Messe erschossen, weil er unab\u00e4nderlich auf die Ermordung und Verschleppung von Menschen hinwies. Und Ra\u00fal Silva Enr\u00edqez, Erzbischof von Santiago de Chile, der die Vicar\u00eda de la Solidaridad gr\u00fcndete, die unz\u00e4hligen Verfolgten unter Augusto Pinochet das Leben rettete. Immerhin haben sich die argentinischen Bisch\u00f6fe 2000 f\u00fcr das Verhalten der Kirche in der Diktatur entschuldigt. Der Prozess der Aufarbeitung wird aber noch viele Jahre brauchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>VIII.<\/p>\n<p>Der Amtstheologe Kaiphas oder der Wanderprediger Jesus &#8211; als Kirche und einzelne Christen pendeln wir zwischen diesen beiden Religi\u00f6sen hin und her. Daran entz\u00fcndet sich die Wahrheitsfrage.<\/p>\n<p>Der neue Papst wird nicht die Kunstsch\u00e4tze des Vatikan verkaufen und das Geld den Armen spenden (so \u00e4hnlich hat es der Journalist und Kirchenkritiker Dominan unter der Woche bei \u201eHart aber fair gefordert). Er wird auch nicht die Kardin\u00e4le entlassen.<\/p>\n<p>Aber man wird ihm mit seiner Vorgeschichte und seiner Herkunft, als religi\u00f6s M\u00e4chtiger, der wom\u00f6glich zu eng mit den M\u00e4chtigen der Welt verbunden war, darauf verhaften, ob er wirklich ein \u201ePapst der Armen\u201c sein wird. Diese Rolle wird er heute mittag heute beim ersten Angelusgebet f\u00fcr sich in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Es ist gleicherma\u00dfen auch eine Frage an uns, ob wir als Kirche, als einzelne Christinnen und Christen, mehr auf der Seite Jesu stehen und weniger bei den M\u00e4chtigen und Opportunen. Den Standpunkt einzunehmen, f\u00e4llt uns alle, auch mir schwer: Auch in unserem Kirchraum gl\u00e4nzt Gold und wir finden oft schwer den Weg zu den Bed\u00fcrftigen und Armen. Es m\u00fcssen ja nicht nur die materiell Armen sein, sondern auch die Mutlosen und Traurigen, die Resignierten, sogar die Angstvollen, also Typen wie Kaiphas.<\/p>\n<p>Es ist die Frage, ob wir uns leiten lassen von der Angst, es uns ja nicht mit den M\u00e4chtigen zu verscherzen. Oder ob wir uns leiten lassen vom Christusglauben, das sich die Welt anders darstellen kann: gerechter, gewaltloser, weniger hierarchisch.<\/p>\n<p>Unsere Hingabe \u2013 sie wird in den meisten F\u00e4llen nicht die Lebenshingabe bedeuten. Wir sind nicht Jesus, k\u00f6nnen es auch nicht sein. Aber in kleinen Schritten k\u00f6nnen wir Glaube zeigen und Angst \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><em>Ich bin mir sicher, dass die Kirche genau dort glaubw\u00fcrdig bleibt, wo sie ihre Haltung vertritt, ohne auf ihre Macht zu bauen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>IX.<\/p>\n<p>\u201eLassen wir Jesus so, dann werden alle an ihn glauben\u201c, f\u00fcrchtet Kaiphas. Das muss mit der Erfahrung von Ostern her keine Angst mehr sein, sondern eine Verhei\u00dfung! Ich w\u00fcnsche mir von uns (und auch ein wenig von einem lateinamerikanischen Papst), dass wir diesen radikal liebenden Jesus nicht aufgeben, nicht opfern!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Befreiungstheologe Ignacio Ellacur\u00eda wurde einmal gefragt, was seine ersten Amtshandlungen als neuer Papst w\u00e4ren. \u201eAm ersten Tag\u201c, soll er geantwortet haben, \u201ew\u00fcrde ich die Kunstwerke der Vatikanischen Museen verkaufen und das Geld den Armen spenden.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"sfsi_plus_gutenberg_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_show_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_type":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_alignemt":"","sfsi_plus_gutenburg_max_per_row":"","footnotes":""},"categories":[10,5],"tags":[],"class_list":["post-589","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-passionszeit","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/589","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=589"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/589\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":590,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/589\/revisions\/590"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=589"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=589"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=589"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}