{"id":4306,"date":"2018-06-28T20:10:37","date_gmt":"2018-06-28T18:10:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=4306"},"modified":"2019-04-20T14:42:05","modified_gmt":"2019-04-20T12:42:05","slug":"4306","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=4306","title":{"rendered":"Unerh\u00f6rt! &#8211; Dialog zur Diakonie-Kampagne"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4309\" rel=\"attachment wp-att-4309\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4309\" src=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__12_18cad7fe5d-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__12_18cad7fe5d-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__12_18cad7fe5d-768x512.jpg 768w, http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__12_18cad7fe5d.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Michael, Helmut, Bartim\u00e4us &#8211; drei unerh\u00f6rte Geschichten \u2013 keine Geschichten mit geraden Wegen, mitnichten Erfolgsstorys. Und viele Zeitgenossen wollen solche Geschichten auch gar nicht mehr h\u00f6ren.\u00a0Jede dieser Geschichten &#8211; nicht nur die biblische &#8211; ist f\u00fcr mich eine Wundergeschichte: Wie viel Kraft ben\u00f6tigt man, um R\u00fcckschl\u00e4ge, ja Abst\u00fcrze im Leben zu \u00fcberstehen?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><em>Geschichte von Michael &amp; Helmut: im <a style=\"color: #800080;\" href=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4320\" rel=\"attachment wp-att-4320\">Gottesdienst-Skript\u00a0<\/a><\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #800080;\"><em><a style=\"color: #800080;\" href=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4316\" rel=\"attachment wp-att-4316\">Programmheft<\/a><\/em><\/span><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Diakonie Gottesdienst &quot;Unerh\u00f6rt&quot;\" width=\"525\" height=\"295\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/U6PMRS2BpR4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Wie viel Mut geh\u00f6rt dazu, so detailliert davon erz\u00e4hlen zu lassen? Welche heilsamen Begegnungen gab es, damit die jeweilige Geschichte nicht in der Katastrophe endete?<\/p>\n<p>Neben mir steht Thomas Schiller, Leiter des Zentrums Kommunikation der Diakonie Deutschland. Wir wollen versuchen, die Geschichten mit der Kampagnen-Idee zusammenzubringen.<\/p>\n<p>Bleiben wir zun\u00e4chst bei Bartim\u00e4us. Als Blinder ist er Bettler und au\u00dfen vor. Er sitzt buchst\u00e4blich am &#8222;Rand&#8220;, am Stra\u00dfenrand in der Gosse. Eine gro\u00dfe Menge schart sich um Jesus. Sie wollen ihn sicher reden h\u00f6ren. &#8211; Ist das nicht schon das erste Wunder?! Bartim\u00e4us l\u00e4sst sich nicht von diesem Ort vertreiben, wo Interessantes passiert und das Leben pulsiert! Ganz im Gegenteil: Er macht sogar lautstark auf sich aufmerksam!<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thomas Schiller<\/strong><\/p>\n<p>Bartim\u00e4us, das ist einer, der nervt. Der nicht mehr mitkommt. Der den ganzen Tag herumsitzt. Der nichts tun kann. Der andere h\u00f6chstens noch von der Arbeit abh\u00e4lt \u2013 und der sich dann noch reindr\u00e4ngt, als Jesus kommt, den so viele h\u00f6ren wollen. Der st\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch die Geschichte schl\u00e4gt um. Jesus fragt ausgerechnet ihn: \u201eWas willst Du, das ich f\u00fcr Dich tun soll?\u201c Jesus wei\u00df: Jede Lebensgeschichte hat ein Recht darauf, geh\u00f6rt zu werden. Gerade von denen, die sich an den Rand gedr\u00e4ngt f\u00fchlen. Auch sie haben etwas zu sagen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-4306 gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4313'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__10_ee47fe0846-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__10_ee47fe0846-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__10_ee47fe0846-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4312'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__08_19a6f1d6fe-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__08_19a6f1d6fe-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__08_19a6f1d6fe-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4311'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__05_fcb5bf72f4-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__05_fcb5bf72f4-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__05_fcb5bf72f4-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4310'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__04_032e323341-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__04_032e323341-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/csm_Unerhoert_RE__04_032e323341-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, 100vw\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><strong>Dietmar Kehlbreier: <\/strong><\/p>\n<p>Die Reaktion der breiten Masse: Die Leute wollen <em>nicht Bartim\u00e4us<\/em> h\u00f6ren, sondern <em>Jesus<\/em>. Da st\u00f6rt das Rufen des Bartim\u00e4us nur. Ich stelle mir vor, dass sie sich um Jesus dr\u00e4ngen,\u00a0 dem Bartim\u00e4us den R\u00fccken kehren und den Weg zu Jesus abschneiden: &#8222;Wir sind die Mitte, Du der Rand.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Reaktion der Menge kennen wir: Sie schimpfen und emp\u00f6ren sich. Wie kann &#8222;dieser da&#8220; jetzt mit seiner Geschichte kommen?!<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thomas Schiller:<\/strong><\/p>\n<p>Emp\u00f6rung, die erleben wir ja auch heute. Jeder kann eine Geschichte davon erz\u00e4hlen, dass \u201edie da oben\u201c nichts auf die Reihe kriegen. Politiker, B\u00fcrokraten, Eliten, die einem das Leben schwer machen. Die sozialen Netzwerke sind voll mit solchen Geschichten und angeblichen Skand\u00e4lchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die meisten, die sich aufregen und b\u00f6se Kommentare ablassen, \u00fcbersehen dabei aber die wirklichen Skandale in unserer Gesellschaft: die Armut &#8211; gerade unter Kindern. Die Familien, die aus dem Hartz-IV-Teufelskreis nun schon \u00fcber Generationen nicht rauskommen. Die Obdachlosen. Die Fl\u00fcchtlinge. Sie werden oft Opfer von Beschimpfungen, S\u00fcndenb\u00f6cke.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dietmar Kehlbreier<\/strong><\/p>\n<p>Haben Sie Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, dass die Menge so schroff reagiert? Zur Zeit Jesu war das wohl &#8222;Mitte der Gesellschaft&#8220;, die sich auch &#8222;ungeh\u00f6rt&#8220; f\u00fchlte..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Schiller:<\/strong><\/p>\n<p>Das kann durchaus sein. Die \u201eUnerh\u00f6rten\u201c, das sind nicht nur die sozialen Randgruppen. Sondern es sind auch Menschen, f\u00fcr die heute manches zu schnell geht. Die nicht mehr klarkommen mit dem rasant wandelnden Fortschritt in Technik und Beruf. Die nicht mehr klarkommen mit den vielen Ver\u00e4nderungen in ihrem alten Wohnviertel. Die nicht wissen, ob die Rente mal reicht. Und die f\u00fcr ihre berechtigten Sorgen im Rathaus oder in der Politik kein Ohr gefunden haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Manche von ihnen haben aus dem Wahlzettel einen Denkzettel gemacht und ihr Kreuz bei Parteien, die eigentlich ein ganz anderes Menschenbild haben \u2013 eines, dass den Werten der Diakonie widerspricht. Diesen Protestw\u00e4hlern m\u00fcssen wir zuh\u00f6ren, mit ihnen diskutieren und sie in die Mitte der Gesellschaft zur\u00fcckholen, indem wir uns mit ihnen auf die Suche nach Probleml\u00f6sungen machen. Das kann kompliziert sein. Aber lautstark verk\u00fcndete einfache L\u00f6sungen reichen im wirklichen Leben nicht weit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dietmar Kehlbreier<\/strong><\/p>\n<p>Bartim\u00e4us l\u00e4sst sich nicht abbringen und ruft umso lauter: &#8222;Jesus, Sohn Davids, erbarme dich!&#8220; &#8211; Das n\u00e4chste Wunder, wie ich finde: Er l\u00e4sst nicht locker. Er entwickelt in seiner Verzweiflung umso mehr Kraft und Wille. Das h\u00f6re ich auch in den Geschichten von Helmut und Michael.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie haben in der Kampagne schon einige Geschichten gesammelt: Ist so ein Lebenswille das eigentlich Faszinierende?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Schiller: <\/strong><\/p>\n<p>Wir haben f\u00fcr die Unerh\u00f6rt-Kampagne viele Beispiele gesammelt und ins Internet gestellt. Etwa vom alkoholkranken Thomas, der dennoch die Kraft hat, Selbsthilfegruppen zu organisieren. Oder von Marita, die ihren eigenen Vater nun im Alter pflegt, obwohl sie von ihm als M\u00e4dchen missbraucht worden ist. Diese und viele andere Lebensgeschichten kann man auf <a href=\"http:\/\/www.unerh\u00f6rt.de\">www.unerh\u00f6rt.de<\/a> nachh\u00f6ren und lesen. Und Menschen bewundern, die trotz ihrer Krisen den Mut zum Leben wiedergefunden haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dietmar Kehlbreier<\/strong><\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Wunder betrifft nun nicht Bartim\u00e4us, sondern die Leute: Jesus bleibt stehen. Er k\u00f6nnte jetzt den Blinden einfach zu sich rufen und ihn heilen. Macht er aber nicht, sondern wendet sich an die Leute: &#8222;Ruft [ihr] ihn her!&#8220; &#8211; Soll hei\u00dfen: \u00d6ffnet den Kreis! Dreht euch um, wendet Euern Blick zu dem, der mich ruft und bisher von euch unerh\u00f6rt blieb! &#8211; Es w\u00e4re f\u00fcr Jesus ein Leichtes, den Bartim\u00e4us selber zu rufen, aber was w\u00fcrde es \u00e4ndern? Er bindet die Leute mit ein, animiert sie zu einem ver\u00e4nderten Blick. Sie sind nicht Kulisse dieser Wundergeschichte, sondern werden Akteure \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Thomas Schiller:<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen nat\u00fcrlich den Hilfesuchenden zuh\u00f6ren. Ihr Problem erkennen und sie nicht schon vorher mit fertigen L\u00f6sungsrezepten \u00fcberrumpeln. Aber das Problem geht viel weiter: Wir m\u00fcssen in der ganzen Gesellschaft wieder st\u00e4rker zuh\u00f6ren. In der Politik. In den Medien. In der Kirche. Deswegen gehen wir mit der Kampagne \u201eUnerh\u00f6rt\u201c ja auch in die breite \u00d6ffentlichkeit und sind nicht nur innerhalb der Diakonie unterwegs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr ein demokratisches Miteinander ist es unerl\u00e4sslich, erst einmal einander wieder zuzuh\u00f6ren, respektvoll miteinander umzugehen und f\u00fcreinander einzustehen. Wir brauchen die offene Gesellschaft, in der sich auch die breite Mitte nicht meckernd zur\u00fcckzieht, sondern mit anpackt. In der Nachbarschaft, im Verein, in der Gemeinde. Gerade die Diakonie bietet da eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dietmar Kehlbreier<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist der H\u00f6hepunkt der Geschichte, dass die Leute tats\u00e4chlich den Bartim\u00e4us zu Jesus schicken mit der Aufforderung: <em>Sei getrost<\/em> (Luther 2017)! Also: Hab Mut, hab keine Angst! &#8222;Er ruft dich!&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Menge hat also pl\u00f6tzlich einen entscheidenden Anteil daran, dass Bartim\u00e4us mit Jesus in Ber\u00fchrung kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jesus heilt ihn, ein letztes Wunder in dieser Geschichte. \u2013<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wo sehen Sie denn eigentlich die Diakonie in dieser Geschichte? Ist sie als Wohlfahrtsverband unter den Leuten und versucht zu bewirken, dass die Randst\u00e4ndigen aus der Mitte der Gesellschaft heraus die n\u00f6tige Unterst\u00fctzungen bekommt? Definiert sie sich \u00fcber die praktische Hilfe, also st\u00fcnde sie in dieser Geschichte eher bei Jesus? Oder ist Diakonie von Anfang an dicht an der Seite des Blinden selber?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Thomas Schiller<\/strong><\/p>\n<p>Sowohl als auch. Als Diakonie h\u00f6ren wir nicht nur hin, wir engagieren uns auch f\u00fcr hilfebed\u00fcrftige Menschen, so wie Sie das zum Beispiel in der Wohnungslosenhilfe in Herten tun.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf politischer Ebene \u00fcbernehmen wir die Anwaltschaft f\u00fcr die Schw\u00e4chsten, dort sehe ich uns in der Nachfolge Jesu. Er hat die Liebe und Gerechtigkeit Gottes vor allem denen verk\u00fcndigt, die sie besonders n\u00f6tig haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Dietmar Kehlbreier<\/strong><\/p>\n<p>Am Ende zieht Bartim\u00e4us mit Jesus mit. Ihm ist von Anfang an ein unb\u00e4ndiger Lebenswille geschenkt. Schon als er Jesus um Erbarmen bittet, wird dieses Vertrauen, sein Glaube, sichtbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er glaubt daran, dass Jesus ihm die Achtung und W\u00fcrde verschafft, die er zum Leben braucht. Daher schwingt von Anfang an mit (und das habe ich in den Geschichten von Helmut und Michael auch geh\u00f6rt): Neben der eigentlichen Hilfe &#8211; der Heilung &#8211; geht der Glaube mit, dass ich zur Mitte geh\u00f6re. Und ich habe den Glauben, dass die Leute zuh\u00f6ren, nicht verurteilt. Dass meine Geschichte interessiert. Dass Gott eine Geschichte mit mir hat, die notfalls sogar andere Menschen f\u00fcr mich zur Sprache bringen. Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Michael, Helmut, Bartim\u00e4us &#8211; drei unerh\u00f6rte Geschichten \u2013 keine Geschichten mit geraden Wegen, mitnichten Erfolgsstorys. Und viele Zeitgenossen wollen solche Geschichten auch gar nicht mehr h\u00f6ren.\u00a0Jede dieser Geschichten &#8211; nicht nur die biblische &#8211; ist f\u00fcr mich eine Wundergeschichte: Wie viel Kraft ben\u00f6tigt man, um R\u00fcckschl\u00e4ge, ja Abst\u00fcrze im Leben zu \u00fcberstehen?<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"sfsi_plus_gutenberg_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_show_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_type":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_alignemt":"","sfsi_plus_gutenburg_max_per_row":"","footnotes":""},"categories":[29,16,5],"tags":[],"class_list":["post-4306","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-diakonisch","category-diakonie","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4306"}],"version-history":[{"count":11,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4306\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4325,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4306\/revisions\/4325"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4306"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4306"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}