{"id":4284,"date":"2018-05-01T17:59:32","date_gmt":"2018-05-01T15:59:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=4284"},"modified":"2019-09-26T21:58:44","modified_gmt":"2019-09-26T19:58:44","slug":"kein-zwang-zum-kreuz-abhaengen-kein-zwang-zum-kreuzaufhaengen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=4284","title":{"rendered":"Kein Zwang zum Kreuz-Abh\u00e4ngen, kein Zwang zum Kreuzaufh\u00e4ngen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?attachment_id=4286\" rel=\"attachment wp-att-4286\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-4286\" src=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/2002_1210_230915bb.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"256\" \/><\/a><br \/>\nMein Kommentar zur S\u00f6der-Debatte und dem Anbringen von Kreuzen in bayrischen Amtsstuben: &#8222;Das Kreuz ist kein bayrisches Symbol!&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Das Kreuz ist zu allererst ein religi\u00f6ses Symbol: F\u00fcr Christinnen und Christen erinnert es an den gewaltsamen Tod Jesu von Nazareth und steht damit f\u00fcr die Verlorenheit, das Scheitern und die Widerspr\u00fcchlichkeit des Menschen vor Gott und den Menschen. <!--more-->Es ist also ein (herrschafts-)kritisches Symbol. Es symbolisiert genauso die \u00f6sterliche Hoffnung, dass Gott den Menschen in der Auferweckung seines Sohnes an Ostern zu neuem Leben verhilft. In diesem Zusammenhang ist das Kreuz Symbol f\u00fcr Vers\u00f6hnung und \u2013 als universelles Heilssymbol \u2013 f\u00fcr die Entgrenzung aller Menschen trennenden Barrieren.<\/p>\n<p>Die christliche Botschaft an sich hat einen \u00d6ffentlichkeitsanspruch. Insofern ist eine \u00f6ffentliche Darstellung religi\u00f6ser Symbole, auch des Kreuzes, Ausdruck von religi\u00f6s gepr\u00e4gten Glaubens- und Wertvorstellungen von einzelnen und von Religionsgemeinschaften in der pluralen Gesellschaft. Dies ist ausdr\u00fccklich zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<p>Genau wie Kreuze nicht aus der \u00d6ffentlichkeit verbannt werden d\u00fcrfen, geht ein Gebot, sie an (alle) staatlichen Orten aufzuh\u00e4ngen, an der Sache vorbei.<\/p>\n<p>Das Kreuz an Orten des weltanschaulich neutralen Staates kann nicht konfessionell-inhaltlich begr\u00fcndet werden. Es dr\u00fcckt &#8211; \u00e4hnlich der Logik von Gottesformeln in deutschen Verfassungstexten \u2013 eine Selbstrelativierung des Staatlichen aus und kann als eine bewusste Lehrstelle hinsichtlich Letztbegr\u00fcndungen fungieren, die nicht der Staat setzen, sondern die Gesellschaft aushandeln muss.<\/p>\n<p>Das Kreuz als kulturelles Symbol f\u00fcr die christlich-j\u00fcdische Tradition birgt die Gefahr der Ausgrenzung und Polarisierung. Das Kreuz ist kein bayrisches Symbol! Mit der Sprachfigur des \u201echristlichen Abendlandes\u201c kann weder die verfassungsrechtliche Gleichrangigkeit von positiver und negativer Religionsfreiheit noch die Gleichrangigkeit verschiedener Religionsgemeinschaften in Frage gestellt werden. Das Kreuz als kulturelles Symbol steht in der Gefahr, den religi\u00f6sen Hintergrund abzuschneiden (S\u00e4kularisierung des Kreuzes).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Kommentar zur S\u00f6der-Debatte und dem Anbringen von Kreuzen in bayrischen Amtsstuben: &#8222;Das Kreuz ist kein bayrisches Symbol!&#8220; Das Kreuz ist zu allererst ein religi\u00f6ses Symbol: F\u00fcr Christinnen und Christen erinnert es an den gewaltsamen Tod Jesu von Nazareth und steht damit f\u00fcr die Verlorenheit, das Scheitern und die Widerspr\u00fcchlichkeit des Menschen vor Gott und &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=4284\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eKein Zwang zum Kreuz-Abh\u00e4ngen, kein Zwang zum Kreuzaufh\u00e4ngen\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"sfsi_plus_gutenberg_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_show_text_before_share":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_type":"","sfsi_plus_gutenberg_icon_alignemt":"","sfsi_plus_gutenburg_max_per_row":"","footnotes":""},"categories":[16,26],"tags":[],"class_list":["post-4284","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-diakonie","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4284","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4284"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4284\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5403,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4284\/revisions\/5403"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4284"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4284"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4284"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}