{"id":410,"date":"2017-01-11T12:46:03","date_gmt":"2017-01-11T11:46:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=410"},"modified":"2017-01-11T12:46:03","modified_gmt":"2017-01-11T11:46:03","slug":"gegen-die-angst-16-so-n-tr-2005-zu-klgl-322-26","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=410","title":{"rendered":"Gegen die Angst (16. So. n. Tr. 2005 zu Klgl 3,22-26)"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland erkranken jedes Jahr 12 Millionen Menschen an einer Angstst\u00f6rung. 81% der Deutschen haben Angst vor Arbeitslosigkeit, im Nachbarland Niederlande sind es nur 8%. \u201eGerman Angst\u201c ist inzwischen ein Schlagwort geworden in der ganzen Welt.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Predigt \u2013 Ev. Kirche Villigst<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sonntag: 16. So. n. Trinitatis Datum: 11.9.2005<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Angst &amp; Gottes t\u00e4glich neue G\u00fcte \/ #Klgl 3,22-26.31-32<\/strong><\/p>\n<p>Unentwegt plagen uns Sorgen: Ist meine Rente sicher? Droht Arbeitslosigkeit? Werden die Eltern vielleicht bald pflegebed\u00fcrftig? Erhalten die Kinder auf ihre Bewerbungen nur Absagen? Schaffe ich die Schule?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eGerman Angst\u201c: Es gibt keine Sicherheiten mehr, so scheint es, keine Zukunftsvisionen mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was wird nicht alles im Wahlkampf beklagt: W\u00e4hrend die eine Partei f\u00fcr \u201eVertrauen\u201c wirbt, setzt die andere bewusst auf Negativbilder, die Angst machen sollen:<\/p>\n<p>\u201e6 Millionen neue Schulden pro Stunde.\u201c<\/p>\n<p>\u201eJeden Tag 1000 Jobs weniger.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und selbst der zur Neutralit\u00e4t verpflichtete Bundespr\u00e4sident stimmte zuletzt ein geradezu apokalyptisches Klagelied an: \u201eUnsere Zukunft und die unserer Kinder steht auf dem Spiel.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn\u2019s so ist, macht mir das Angst. Und selbst dann, wenn\u2019s nicht stimmt, macht es mir Angst! Weil Angst irrational ist und gezielt von anderen erzeugt werden kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>II.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die \u201eKlagelieder Jeremias\u201c, in denen der heutige Predigttext steht, passen gut in die Stimmung der \u201eGerman Angst\u201c \u2013 und gut zum heutigen 11. September. Dieser Tag steht ja auch f\u00fcr einen Gro\u00dfteil unserer Angst und f\u00fcr die Verletzbarkeit unserer modernen Zivilisation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den Klageliedern Jeremias klagt auch ein Volk sein Leid und seine Angst: das Volk Israel, im 6. Jhd. v. Chr. au\u00dferhalb der Heimat, im babylonischen Exil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dort herrscht Angst: Es gibt es keine Sicherheiten mehr: Der Tempel, der Jahrhunderte die Identit\u00e4t ausmachte \u2013 zerst\u00f6rt. Die Elite der Gesellschaft, die Politiker, Philosophen, Schriftsteller \u2013 abgesetzt und bedeutungslos. Die milit\u00e4rische Lage \u2013aussichtslos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dort herrscht Angst: Es gibt es keine Zukunftsvisionen: Es w\u00e4chst die dritte Generation heran, die das Gelobte Land nie sah. Gibt es jemals wieder ein Zur\u00fcck?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Klagelieder werden angestimmt in Babylon. <em>Aber mit mindestens drei gro\u00dfen Unterschieden zum Wehklagen unserer Zeit:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Nicht \u201evon oben\u201c wird geklagt, sondern das einfache Volk, das wei\u00df, wovon es spricht, klagt.<\/li>\n<li>Nicht um neue Angst zu <em>sch\u00fcren<\/em>, wird geklagt, sondern um die Angst <em>zu \u00fcberwinden<\/em> wird geklagt.<\/li>\n<li>Und der dritte Unterschied: Bei aller Klage, bei aller Angst siegt die Zuversicht, nicht die tiefe Depression: Deshalb klingt das Klagelied des Jeremia kraftvoll und k\u00e4mpferisch, ja fast wie ein Gotteslob:<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Klgl 3, 22 Die G\u00fcte des HERRN ist&#8217;s, da\u00df wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, [a]<\/em><\/p>\n<p><em>23 sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gro\u00df.<\/em><\/p>\n<p><em>24 Der HERR [a] ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.<\/em><\/p>\n<p><em>25 Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.<\/em><\/p>\n<p><em>26 Es ist ein k\u00f6stlich Ding, geduldig sein und [a] auf die Hilfe des HERRN hoffen.<\/em><\/p>\n<p><em>31 [a] Denn der HERR verst\u00f6\u00dft nicht ewig;<\/em><\/p>\n<p><em>32 sondern er betr\u00fcbt wohl und erbarmt sich wieder nach seiner gro\u00dfen G\u00fcte.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>III.<\/p>\n<ol>\n<li>a) Diese Klage will nicht neue Angst sch\u00fcren, sondern die Angst \u00fcberwinden helfen: \u201eNoch sind wir nicht \u201agaraus\u2019, nicht am Ende und ohne Atem. Noch gilt \u201eHurra, wir leben noch\u201c, wie ein Schlager der 70er-Jahren besingt. Noch ist dieses Volk nicht am Ende, auch wenn das Land in Schutt und Asche liegt.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Insofern ist die tats\u00e4chliche Parallele zum Babylonischen Exil auch viel eher das Deutschland von 1945, als hier tats\u00e4chlich alles in Schutt und Asche lag, und nicht sein jetziger Zustand: Wir haben einen unglaublichen Reichtum im Land, der nur gerecht zu verteilen w\u00e4re &#8230; Wohl aber haben wir es heute mit dieser \u00fcbersteigerten, l\u00e4hmende Angst zu tun&#8230;)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>b) Der Beter bekennt klar und deutlich, wer und was seine Angst \u00fcberwindet: Er sucht den Ausweg aus seiner Not: die G\u00fcte, die Barmherzigkeit, die Treue Gottes. Es ist nicht eine politische Elite oder ihre Konzepte, die helfen, sondern es ist eine Beziehung: die g\u00fctige, barmherzige und treue Beziehung, die Gott zu uns Menschen gekn\u00fcpft hat. Nicht, dass Menschen keine Macht h\u00e4tten, die Welt zu gestalten \u2013 das sagt Jeremia nicht. Aber: Der letzte Souver\u00e4n, der letzte, der in tiefster Not und Angst bleibt, ist Gott!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott kann aus \u201eallem, auch dem B\u00f6sesten, Gutes entstehen lassen\u201c (Bonhoeffer), vertraut der Beter. Damit ist Gott alles andere als hilflos, alles andere als abwesend: Er l\u00e4sst nicht sein Volk alleine, dass ihm seine Existenz verdankt, als er es bei der Hand nahm und aus der Unterdr\u00fcckung und der Sklaverei in \u00c4gypten gef\u00fchrt hatte. Das er bewahrt hat in der W\u00fcstenwanderung, 40 Jahre lang, und dann doch \u2013 wie versprochen \u2013 ins Gelobte Land gef\u00fchrt hatte. Daf\u00fcr hat Gott seine eigene Existenz viel zu sehr an dieses Volk Israel gebunden, als dass er von ihm loslassen k\u00f6nnte, ohne selber Schaden zu nehmen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gott hat die Angewohnheit, zu entt\u00e4uschen und zu betr\u00fcben, wie es hei\u00dft (v. 32). Diese Erfahrung machen wir t\u00e4glich, wenn Menschen ihr Leid klagen und dies nicht mit einem barmherzigen und g\u00fctigen Gott zusammenbekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber, das Entscheidende: Genauso t\u00e4glich \u2013 und letztlich \u00fcberdauernd! \u2013 ist die G\u00fcte Gottes: \u201eGottes G\u00fcte, Gottes Treu, sind an jedem Morgen neu\u201c (EG 545)<\/p>\n<p>Jeden Tag habe ich die Chance, bei ihm meine Sorgen abzuladen. Jeden Tag habe ich die Chance, Gottes mutmachendes und befreiendes Zusage zu h\u00f6ren und mit anderen zu teilen \u2013 gegen unsere Angst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jeden Tag: G\u00fcte, Barmherzigkeit, Treue. Diese alten Worte, die das Gegenteil sind von Hartherzigkeit, Leistungsdruck, Unzuverl\u00e4ssigkeit \u2013 und daher sprengt der g\u00fctig, barmherzige und treue Gott die Kreisl\u00e4ufe unseres Alltags, die uns Angst machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>T\u00e4glich <\/em>k\u00f6nnen wir von dieser G\u00fcte nehmen und weitergeben. Das ist schlicht und einfach gesagt \u201eGlaube\u201c: von Gottes G\u00fcte und Barmherzigkeit nehmen und weitergeben. Darauf zu \u201eharren\u201c (v. 25) und geduldig darauf zu warten, dass er uns hilft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>c) Die Erfahrung des Beters: Schlie\u00dflich \u00fcberwindet Gott die Angst vor der Zukunft, weil er selber die Zukunft ist: Israel ist zur\u00fcckgekehrt aus dem Exil; Gott hat es nicht beim Unrecht, bei der Angst, bei der Unterdr\u00fcckung belassen. Seine Treue hat sich erwiesen \u2013 und zahlreiche Beispiele kennen wir selber, wo Gott uns pers\u00f6nlich dann doch die Treue gehalten hat, obwohl er uns vorher betr\u00fcbt hat: Der \u201eHerr verst\u00f6\u00dft nicht ewiglich\u201c (v. 26)!<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deshalb kommen wir sonntags her zusammen \u2013 gerade auch an einem 11. September: Um uns zu vergewissern und neu zu h\u00f6ren, dass wir uns jeden Morgen neu auf diese G\u00fcte verlassen k\u00f6nnen, trotz und inmitten allem Leid:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eIch glaube,<\/p>\n<p>dass Gott uns in jeder Notlage<\/p>\n<p>soviel Widerstandskraft geben will,<\/p>\n<p>wie wir brauchen\u201c,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>schreibt Dietrich Bonhoeffer im April 1944 in der Haft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eAber er gibt sie nicht im voraus,<\/p>\n<p>damit wir uns nicht auf uns selbst,<\/p>\n<p>sondern allein auf ihn verlassen.<\/p>\n<p>In solchem Glauben m\u00fcsste alle Angst<\/p>\n<p>Vor der Zukunft \u00fcberwunden sein.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>IV.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>es gibt sicher berechtigte Zukunftssorgen, die wir nicht einfach vom Tisch fegen k\u00f6nnen. Und es liegt an uns \u2013 sofern wir w\u00e4hlen gehen d\u00fcrfen -, am kommenden Sonntag w\u00e4hlen zu gehen und bei unserer Entscheidung sehr genau zu pr\u00fcfen, wer nicht nur eine angstfreie Zukunft <u>verspricht<\/u>, sondern auch so handeln will, dass m\u00f6glichst alle Menschen in diesem Land ohne gr\u00f6\u00dfere Existenz\u00e4ngste <u>leben<\/u> k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber: die \u00fcbersteigerte <em>Angst<\/em>, die uns andere machen, muss und soll uns nicht bestimmen: \u201eGerman Angst\u201c muss aufh\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich denke an ein klitzekleines Beispiel: an die Frauen des Beguinenhofes. 13 alleinstehende oder alleinerziehende Frauen, unterschiedlichen Alters, haben einen mutigen Schritt gemacht und sind zusammengezogen in ein gemeinsames Haus. Dieses Projekt \u00fcberwindet Lebensangst:<\/p>\n<ul>\n<li>die Angst, einsam alt zu werden: Sie sind f\u00fcreinander da.<\/li>\n<li>Die Angst m die Kinder, wenn man allein erzieht und berufst\u00e4tig sein will und muss. Die Sorge wird buchst\u00e4blich verteilt!<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als die J\u00fcnger auf dem tobenden See von ihrer Angst \u00fcberw\u00e4ltigt werden [Mt 8,23-27: Evangeliumslesung], f\u00e4hrt Jesus sie an: \u201eIhr Kleingl\u00e4ubigen, was seid Ihr so furchtsam?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie haben ganz vergessen, dass Jesus bei ihnen ist und Gott ja doch g\u00fctig ist und aus der Not rettet. \u2013 Jesus bedrohte den Sturm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser Sturm ist das Sinnbild f\u00fcr die Angst der J\u00fcnger, f\u00fcr unsere Angst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und als sich die Wogen gl\u00e4tten, hei\u00dft das: Die Angst bestimmt nicht mehr ihr Wirken: Sie fassen neuen Mut, sie lassen sich von Jesus gar aussenden f\u00fcr den Dienst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und wie ist es mit unserer Angst in den St\u00fcrmen dieser Zeit?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland erkranken jedes Jahr 12 Millionen Menschen an einer Angstst\u00f6rung. 81% der Deutschen haben Angst vor Arbeitslosigkeit, im Nachbarland Niederlande sind es nur 8%. \u201eGerman Angst\u201c ist inzwischen ein Schlagwort geworden in der ganzen Welt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5,13],"tags":[],"class_list":["post-410","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-predigten","category-trinitariszeit"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=410"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":411,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/410\/revisions\/411"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}