{"id":170,"date":"2017-01-01T16:32:31","date_gmt":"2017-01-01T15:32:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=170"},"modified":"2019-09-26T22:03:09","modified_gmt":"2019-09-26T20:03:09","slug":"der-mensch-im-mittelpunkt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/?p=170","title":{"rendered":"Der Mensch im Mittelpunkt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-34\" src=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_1403-Kopie-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_1403-Kopie-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.dietmar-kehlbreier.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/IMG_1403-Kopie-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im s\u00fcdschwedischen St\u00e4dtchen V\u00e4xjo ist im Glasmuseum alles Wissenswertige \u00fcber die skandinavische Glaskunst ausgestellt: eine wertvolle Sammlung aus \u00fcber 100 Glasfabriken ab dem 15. Jahrhundert. Mein Blick bleibt schon an einem Kunstwerk im Eingangsbereich h\u00e4ngen: Dort klettern und turnen kleine Menschen aus Glas eine riesige Fensterfront hinauf und herunter.<!--more--> Ihre K\u00f6rper, vielleicht so gro\u00df wie eine Wasserflasche, biegen sich in den Raum. Mit ihren H\u00e4nden und F\u00fc\u00dfen haften sich an der Fensterschreibe. Dahinter strahlt der satte blaue Himmel. Er spiegelt sich im K\u00f6rper und den Gliedma\u00dfen der Glas-Menschen wider.<\/p>\n<p>Ich habe damals, vor drei Jahren, ein Foto gemacht. Es ziert heute meinen Handy-Bildschirm, und ich habe dieses Bild nicht aus dem Kopf bekommen. Seit drei Jahren. \u2013 Viele Menschen fragen mich, was das sei. Der Mensch, sage ich nun \u00f6fter. Und dass er sich in ihm der Himmel widerspiegelt.<\/p>\n<p>Ich muss an diese faszinierende Installation denken, wo ich nun als Diakoniepfarrer und Vorstand Diakonie einen neuen Dienst aufgenommen habe. Denn in unserer Diakonie, in Beratungsdiensten, Wohnheimen und Werkst\u00e4tten, bei ambulanten Hilfen und nicht zuletzt im Altenheim geht es zuerst immer um eins: um den Menschen. Und hoffentlich um den Menschen, in dem sich der Himmel, das Gesicht Gottes, spiegelt. Ebenbild nennt die Bibel das, wenn sich die W\u00fcrde des Sch\u00f6pfers im Gesch\u00f6pf abbildet und dem Menschen seine unverlierbare W\u00fcrde verleiht. Wie k\u00f6nnten wir ohne diese Annahme in guter Absicht ein Altenheim f\u00fchren oder in einem Altenheim arbeiten oder wohnen?!<\/p>\n<p>In meinen bisherigen Stationen als Pfarrer hat mich immer interessiert, wie die Kirche dem Menschen gerecht wird. In meiner Arbeit im Predigerseminar war mir wichtig, dass junge Theologen eine Stadt und ihren Gemeindebezirk genau wahrnehmen: Wer wohnt dort? Mit welchen Lebensfragen kommen die Menschen zur Kirche \u2013 oder eben nicht (mehr) zur Kirche? \u2013 In Altena, meiner vorherigen Station als Gemeindepfarrer, lebte ich in einer Stadt, die vom starken demographischen Wandeln gekennzeichnet ist. Die Gemeinde dort versucht, Menschen im \u00c4lterwerden zu unterst\u00fctzen. Demenz soll kein Tabu mehr sein. Das Alter soll mit seinen besonderen Reizen einen neuen Wert bekommen, auch wenn es oft mit schmerzhaften Ver\u00e4nderungen und Abschieden verkn\u00fcpft ist. Dazu kann jeder Ort, sei es die Gemeinde oder eine diakonische Einrichtung etwas beitragen!<\/p>\n<p>Auch in meiner neuen Aufgabe soll der Mensch mit seiner von Gott geschenkten W\u00fcrde im Mittelpunkt stehen \u2013 kein neuer Anspruch der Diakonie, aber t\u00e4glich neu zu verinnerlichen, gerade wenn man nicht in der praktischen Arbeit sondern in der Leitung der Diakonie t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>Die Menschenfiguren in V\u00e4xj\u00f6 haben eine unglaubliche Leichtigkeit und Freiheit. Sie bewegen sich \u00fcber dem Kopf des Betrachters, sie breiten die Arme aus wie ein Fallschirmspringer. Sie stehen Kopf. Auch wenn der Mensch \u00e4u\u00dferlich selten so ist: Ich ziehe aus diesen Bilder viel Kraft, weil der Mensch so frei wirkt. Und dem Himmel so nah.<\/p>\n<p>Vielleicht kommen wir ja \u00fcber \u201emein\u201c Bild vom Menschen mal ins Gespr\u00e4ch. Ich w\u00fcrde mich freuen!<\/p>\n<p>Ihr<\/p>\n<p>Pfarrer Dietmar Kehlbeier<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Im s\u00fcdschwedischen St\u00e4dtchen V\u00e4xjo ist im Glasmuseum alles Wissenswertige \u00fcber die skandinavische Glaskunst ausgestellt: eine wertvolle Sammlung aus \u00fcber 100 Glasfabriken ab dem 15. Jahrhundert. 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